Ich habe mir schon länger überlegt, wie ich dieses Thema angehe und bin froh, dass ich jetzt einen Einstieg gefunden habe, mit dem ich zufrieden bin. Und damit sind wir auch schon mitten in der neuen Reihe der “Basics“, hier werden alle Themen angesprochen, die – wie der Name schon verrät – grundlegend für Gesundheit, Fitness und einen ausgewogenen Lebensstil sind.

Oftmals hört man etwas von Kalorien, Makronährstoffen, Diäten usw. wenn es um die Ernährung geht. Genau das ist auch für viele Menschen ein abschreckendes Beispiel – komplizierte Formeln, irgendwelche wilden Theorien über das sonst so “normale” Essen und viele andere Dinge. Nichts ist so einschneidend, wie die persönliche Ernährung, wobei diese manchmal so individuell gar nicht ist. Wir alle sind von unseren familiären oder sozialen Strukturen geprägt: Aus welchem Land kommen wir, welche Nahrung wird dort konsumiert, wie sind die traditionell begründeten Ernährungsweisen etc. Ein wirklich interessanter Punkt, der aber hier nicht Gegenstand der Diskussion sein sollte.

Was ich damit meine, ist hoffentlich klar – Nahrung ist viel mehr als ein Energielieferant. Stellenweise bietet diese Thematik dogmatische Verhaltensregeln und Raum für Extreme, sowie den Transfer auf andere Ebenen. Ich bin mittlerweile kein Freund mehr von einem Schwarz/Weiß-Denken, sondern möchte eher das Allgemeinbild nicht aus den Augen verlieren. Daher auch die etwas ausschweifende Einleitung, man sollte immer im Hinterkopf haben, dass jede Person eine andere Herkunft, einen anderen Wissensstand und auch eine andere Zielsetzung hat, nur so kann man auch im Gegenzug sinnvoll argumentieren (gilt im Übrigen auch für alle anderen Lebensbereiche …).

“Komm mal zur Sache”!

Fitness-Youtuber, Artikel in Magazinen, Werbung hier – Werbung da, Filme, Medien und und und … Überall bekommen wir gut gemeinte Ratschläge, wie wir fitter, gesünder oder lebensfroher werden. Oftmals ist im Detail dann etwas anderes versteckt, ein Rezept, eine bestimmte Diät oder ein “individuelles” Trainingsprogramm.

Man merkt schnell, dass ständig ein Wissensstand vorausgesetzt wird oder man eine Thematik abstrakt ohne konkrete Beispiele erklärt bekommt. Was daraus resultiert sind Fragen, aber keine Antworten. Gerade Unerfahrene bekommen schnell den Eindruck, dass man selbst keine Ahnung hat und man die “Experten-Ratschläge” ruhig annehmen kann. Hier gilt es vorsichtig zu sein, nur weil es eine Meinung zu einem Thema gibt und diese vielleicht auch massentauglich erscheint, muss diese nicht gleichbedeutend richtig sein.

Grundsätzlich sollte man immer eine kritische Haltung haben und selbst Dinge hinterfragen, ob sie für einen persönlich Sinn machen oder eher darauf ausgelegt sind, Geld zu generieren. Erst wenn man sich eigenständig Gedanken macht und auch reflektiert, kann man auch Dinge verbessern oder ändern. Super wichtig und meiner Meinung nach auch das wichtigste Element, weit vor der Motivation überhaupt was zu tun. Weit vor dem Ernährungsplan oder einer bestimmten Sportart, viel weiter vor irgendetwas anderem.

Ich sagte eingangs, dass mir der richtige Einstieg sehr wichtig ist, denn genau hier kommt auch das erwähnte eigenständige Denken zum Vorschein. Wenn man sich keine Gedanken zu seiner persönlichen Situation macht, also eine ausgeprägte Eigenverantwortung entwickelt, hilft die beste Motivation nicht, der beste Ernährungsplan oder die besten Programme sind einfach nicht von Dauer. Warum nicht? Weil man kein Interesse für etwas entwickeln kann, das von Dauer Bestand haben soll – man muss die Erfahrung selbst machen und nichts vorgekaut bekommen.

Grundlage Nummer 1

Ihr habt euch Gedanken zu eurer aktuellen Situation gemacht, wollt wirklich etwas ändern oder optimieren? Gut, dann ist der erste wichtige Schritt schon mal getan, das Erkennen, Erfahren und den Schritt nach vorne zu gehen, ist super wichtig dabei.

Eigenverantwortlichkeit für die eigenen Taten (oder eben auch keine Taten) ist elementar, kein anderer ist dafür verantwortlich was man aus sich macht oder welchen Weg man einschlägt. Hat man das verstanden, klappt alles andere auch viel besser.

Eigenverantwortliches Handeln ist auch der Schritt aus der (subjektiv empfundenen) Fremdbestimmtheit, man schätzt die Situation ein, wägt die Konsequenzen ab und entscheidet sich für etwas. Viele verwechseln das und behaupten, man sei nicht mehr spontan oder emotional, dem ist aber ganz und gar nicht so. Es ist ein feiner Unterschied zwischen Spontanität und einfach etwas Unüberlegtes tun.

In dieser Basic-Serie werde ich von einer allgemeineren Betrachtungsweise in das Spezielle wechseln, aber alles nach und nach. Mir ist es wichtig, meine eigenen Erfahrungen zu teilen, vielleicht kann der ein oder andere etwas mitnehmen, darüber würde ich mich freuen.

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